By Nadine Hauer

Als die Forschungsarbeit, die Grundlage zum vorliegenden Buch, abge schlossen conflict, stand die Mauer in Berlin noch, und es gab keine Anzei chen fUr zunehmende Gewalt, Auslanderfeindlichkeit und erstarken den Rechtsextremismus. Und doch lieB diese Studie zwei Schliisse zu: die "Wiederkehr des Verdrangten," die NS-Zeit, konnte in Deutschland und Osterreich jederzeit wiederzum Durchbruch kommen; die Folgen des "Mitlaufer" -Syndroms willden den (damals noch bestehenden) Ost blockstaaten, vor aHem aber der DDR, noch bevorstehen. Uberraschend waren nur das AusmaB und die Schnelligkeit, mit der dies erfolgte. Manchmal ist es schlimm, recht zu haben. Nadine Hauer Wien im Oktober 1993 five Inhal tsverzeichnis 1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eleven 1. 1 Mogliche MiBverstiindnisse oder Einwiinde vorweggenommen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . thirteen 2. Grundlegende Uberlegungen - Die Hypothesen . . . . . . . . . . . . . 15 Der Tabu-Kreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 three. Der theoretische Ansatz - Methode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 three. 1. Ethnopsychoanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 three. 2. Tiefeninterview als Methode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 three. three. Auswahlkriterien - Repriisentativitiit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 three. three. 1. Begleitende Untersuchung durch das Wiener Institut fUr Empirische Sozialforschung (IFES) . . . . . . . . . . . . . 26 three. three. 2. Repriisentativitiit der Gespriichspartner in der BRD . . . . . 28 four. Interviews . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 five. Auswertung - Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124 five. 1. Kommunikations-Typen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124 five. 2. BeispieJe zu den Kommunikations-Typen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128 6. Erkenntnisse, Auffiilligkeiten und weitere "Tabu "-Themen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138 7. Schluf3folgerungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142 7. 1. Psychologisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142 7. 2. Politologisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 7. three. Politisch-Psychologisch (Politische Psychologie) . . . . . . . . . . . . . a hundred and forty four 7 eight. Der Unterschied zwischen (alter) BRD und Osterreich . . . . . . 148 nine. Die ehemalige DDR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154 10. Das " Mitlaufersyndrom" - Die Unfiihigkeit zu fragen. Einige Uberlegungen als Nachwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 eleven. Erganzende Untersuchungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ."

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Die Mitläufer Oder Die Unfähigkeit zu fragen: Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Demokratie von heute

Als die Forschungsarbeit, die Grundlage zum vorliegenden Buch, abge schlossen conflict, stand die Mauer in Berlin noch, und es gab keine Anzei chen fUr zunehmende Gewalt, Auslanderfeindlichkeit und erstarken den Rechtsextremismus. Und doch lieB diese Studie zwei Schliisse zu: die "Wiederkehr des Verdrangten," die NS-Zeit, konnte in Deutschland und Osterreich jederzeit wiederzum Durchbruch kommen; die Folgen des "Mitlaufer" -Syndroms willden den (damals noch bestehenden) Ost blockstaaten, vor aHem aber der DDR, noch bevorstehen.

Dizionario Economico-Commerciale / Wirtschaftswörterbuch: Parte Prima: Tedesco — Italiano / Teil 1: Deutsch — Italienisch

Über 23. 000 Stichwörter aus der Wirtschafts- und Rechtssprache machen das Gabler Wirtschaftswörterbuch Italienisch zu einer unentbehrlichen Arbeitshilfe für Fach- und Führungskräfte, die in Wirtschaftsbeziehungen zu Italien stehen. Viele Beispiele und Formulierungshilfen verdeutlichen die Anwendung spezieller Fachbegriffe und erhöhen den Nutzen nicht nur für Praktiker in Unternehmen, sondern auch für Übersetzer und Dolmetscher.

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Ich meine fUr alle. Was meinen Sie, sollen Auslander herinnen bleiben? Ich habe mit Auslandern noch nie etwas erlebt. Mein Mann hat TuchfUhlung mit ihnen. Meinen Sie, sie sollen hierbleiben oder nicht? Von mir aus konnen sie hierbleiben. Auch wenn Sie sich einschranken mill3ten? Das ist so ein heikles Thema, das kann man gar nicht so beantworten. Wenn ich mich einschranken mill3te fUr meine Familie und dann noch fUr andere. Ich meine jetzt, dann werde ich personlich betroffen, daB dann aIle sagen, die miissen raus.

Und Ihr Vater schon? Ja, der schon. Deswegen hat es auch einen Sinn, sich mit ihm auseinanderzusetzen? Ich habe andere Anspriiche an meinen Vater. Emotional oder moralisch? Sowohl als auch. Ich glaube, die Identifikationsfigur in meiner Familie war nicht meine Mutter, sondern mein Vater. Raben Sie Ihre Eltern als autoritar empfunden? Mein Vater ist sicher sehr autoritiir. Meine Mutter natiirlich auch, ja. 35 I: F: Inwiefern Ihre Mutter? Was me in Vater gesagt hat, hat meine Mutter auch gemacht.

Dagab es die Nazis als Lehrer. Die waren offiziell entnazifiziert, die warenja keine. Dartiber habe ieh aber naehtriiglieh naehgedaeht. Wir haben nieht von bestimmten Lehrern gewuBt, daB das Nazis sind. Das wuBten wir nieht genau. Sie haben also in der ganzen Kindheit nie genau gewuBt, was ein Nazi ist? Ja. Haben Sie das mit der Zeit bis 1945 in Verbindung gebraeht? Sieher. Oder mit dem Krieg? Ja, beides, das war klar. Nazi, Hitler, das war klar. Der Krieg war doeh fiir Ihre Mutter negativ besetzt?

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